Freiheit für Josef

"Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen." (George Orwell)

Ablehnung und Beistand

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Ramelow+Lieberknecht[Quelle: Facebook-Seite des Freistaat Thüringens]

Mit der heutigen Ablehnung der Nichtigkeitsbeschwerde durch den Obersten Gerichtshof Österreich ist Josef rechtskräftig schuldig gesprochen. Wir sind entsetzt über diese Entscheidung einer Justiz mitten im Europa des 21 Jahrhundert. Josef hat die ihm angelasteten Vergehen nicht begangen und der Schuldspruch stützt sich ausschließlich auf die widersprüchlichen Aussagen eines Zivilbeamten. Die Ungerechtigkeit, die Josef widerfahren ist, wird ihn ein Leben lang anhaften.
Die Nachricht der Ablehnung erreichte uns während unseres Besuches in der Thüringer Staatskanzlei bei Ministerpräsident Herrn Bodo Ramelow und Ministerpräsident a.D. Frau Christine Lieberknecht.

Frau Lieberknecht hatte sich während ihrer Amtszeit um unser Anliegen gekümmert. „Bereits seit der Verhaftung des jungen Jenensers 2014 habe ich das Geschehen verfolgt und Kontakt mit der Familie gehalten. Die Härte der Strafe – eines nicht vorbestraften, in geordneten Verhältnissen lebenden jungen Mannes – hat nicht nur mich überrascht.“

„Mir ist es wichtig, dass junge Menschen nicht wegsehen, wenn es gilt, nationalistischen und faschistischen Umtrieben in Europa entgegen zu treten, dass politischer und religiöser Fanatismus keine Macht in Köpfen und Herzen der Menschen erlangt“, sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow im Anschluss an das Treffen. „Der Freistaat Thüringen ist solidarisch mit Josef S. verbunden, wir stehen zu ihm und unterstützen ihn.“

Wenn es eine parteiübergreifende menschliche Unterstützung für Josef in Thüringen gibt, sollte dies nicht auch anderswo zum Nachdenken anregen?

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