Freiheit für Josef

"Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen." (George Orwell)

Fortsetzung des Prozesses nach 6 Wochen! – kein Urteil?

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Quelle: Standard 17.07.14

Am ersten Verhandlungstag ( 6.6.14 ) hatte ein Polizist als Zeuge Josef S. belastet. Er habe die Demo in Zivil beobachtet, S. sei als Rädelsführer aufgetreten, habe Steine und andere Gegenstände auf Beamte geworfen und u.a. Scheiben eingeschlagen und eine Rauchbombe geworfen. Dass S. – den der Polizist mit seinem privaten Handy gefilmt hatte – verbale Anweisungen erteilt hatte, stellte sich durch eine Stimmanalyse als Falschannahme heraus. Auch ein Video-Standbild, das S. beim Hantieren mit einem Mistkübel zeigte, wurde vorgebracht.

Kommenden Montag und Dienstag sollen nun Polizisten vernommen werden, die vor Ort am Stephansplatz waren. Dabei handle es sich um “sehr viele” Personen, sagte Richter Thomas Spreitzer, da ein Kontingent aus Oberösterreich im Einsatz gewesen war. Auch Beamte aus dem Wachzimmer Am Hof wurden als Zeugen geladen. Weiters sollen Bedienstete der MA 48 Auskunft über allfällige herumliegende Steine geben, auf die sie bei ihren Aufräumarbeiten gestoßen sind.
Schließlich werden sowohl ein ORF-Kameramann als auch ein Fotograf, der sich laut Spreitzer bei der Verteidigung gemeldet habe, befragt. Zudem soll ein Gutachten klären, ob der Handschuh des Angeklagten Rückschlüsse auf die angebliche Rauchbombe gibt.
Angesichts dieser Fülle von Zeugen ist daher aus heutiger Sicht auch noch nicht fix, ob – wie ursprünglich geplant – am Dienstag mit einem Urteil gerechnet werden kann. Verhandelt wird jeweils bis 15.30 Uhr, so Richter Spreitzer.

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